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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.


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Freitag, 09.12.2005

09.12.05 Rat der arabischen Botschafter in Deutschland nimmt Stellung zur Entführung von Frau Susanne Osthoff



In mehreren Sitzungen erörterte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Nadeem Elyas, die Lage nach der Entführung von Frau Susanne Osthoff und ihrem Fahrer mit den Botschaftern vom Irak, Bahrains und der Arabischen Liga in Berlin.

Der Doyen des Arabischen Diplomatischen Corps, S.E. der Botschafter des Königreichs Bahrain Herr Adel Sater, überreichte dem Zentralratsvorsitzenden folgende Stellungnahme des Rates der Arabischen Botschafter in Berlin:

"Die arabischen Botschafter in Deutschland verurteilen die Entführung von Frau Susanne Osthoff und ihrem Fahrer im Irak aufs Schärfste und fordern die Entführer auf, beide sofort zu entlassen.

Mit der von ihr verrichteten Arbeit diente Frau Osthoff den Menschen des Iraks – sie war in keinster Weise politisch geprägt.

Bereits 1991 – während des Golfkrieges – hatte Frau Osthoff den Menschen des Iraks geholfen, indem sie medizinische Einrichtungen mit Medikamenten versorgte und unermüdlich in Krankenhäusern vor Ort arbeitete.

Wie schon die damalige Bundesregierung mit ihrer Haltung während des Golfkrieges zeigte, dass ihr eine diplomatische Lösung weitreichender Konflikte wichtig ist, so zeigt auch die neue Bundesregierung, dass sie denselben Weg wählt. Wir begrüßen dieses Verhalten sehr.

Nur Aktionen, wie die von Frau Osthoff durchgeführten, ermöglichen es dem irakischen Volk, einen weniger leidvollen Alltag zu erleben. Geschehnisse wie diese dürfen den Einsatz von Entwicklungshelfern, die sich vor Ort in jeglicher Art und Weise engagieren, nicht stoppen.

Die Botschafter der arabischen Länder in Deutschland nehmen ausdrücklich Abstand von derartigen menschenentwürdigenden Handlungen."

Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)
Eschweiler, 9. Dezember 2005



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