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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.


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Freitag, 10.07.2020

11.07.2020 Zum 25. Jahrestag des Genozids in Srebrenica gedenkt und erinnert der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) der über 8.000 von serbischen Milizen ermordeten Muslime



ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek besuchte im Februar dieses Jahres die Gedenkstätte und das Massengrab von Srebrenica in Bosnien-Herzegowina. Dort betete er für die Verstorbenen und Angehörigen und setzte ein Zeichen des ‘NieWieder’ und des ‘Nichtvergessens’. 

Anlässlich des 25. Jahrestages des Genozids sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman A. Mazyek: "Mögen die bosnischen Gefallenen von Srebrenica Allahs Barmherzigkeit erlangen. Der Völkermord an den Bosniaken vor den Augen der internationalen Gemeinschaft und Vereinten Nationen mahnt gerade uns Europäer, stets wachsamer zu sein und entschiedener gegen jede Form des blinden Nationalismus, Extremismus und Rassismus in ganz Europa vorzugehen sowie dem wiedererstarkten Rechtspopulismus und Rechtsterrorismus wehrhaft und entschiedener die demokratische Stirn zu bieten.

‚Wehret den Anfängen‘ und ‚Nie wieder‘ sind aber nur dann keine Floskeln, wenn wir dieses schreckliche Ereignis im Herzen Europas stets wachhalten und die praktische Lehre daraus ziehen, dass Hass und rassistische Gewalt gepaart mit einer faschistischen Ideologie zum Totalitarismus führt, der vor grausamster Menschenvernichtung nicht zurückschreckt.“       

Der ZMD-Vorsitzende stellt abschließend fest: „Wir brauchen eine Erinnerungskultur in Europa über den serbischen Vernichtungsfeldzug inmitten unseres Kontinents gegen das muslimische Volk der Bosniaken. Das Wissen darüber muss besser als bisher in die europäischen Schulbücher, Universitäten und in die Geschichtsschreibung Einzug finden.“ 

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Das Massaker von Srebrenica war in Europa das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Am 11. Juli 1995 nahmen serbische Militärs die Stadt Srebrenica unter Führung des Kriegsverbrechers Militärchefs Ratko Mladić ein und töteten dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien zufolge in den darauffolgenden Tagen Tausende muslimische Bosnier, vor allem Männer und Jungen. Die in Srebrenica stationierten UN-Blauhelm-Soldaten haben die Bevölkerung vor den Serben nicht geschützt. Mehr als 8.000 muslimische Bosniaken im Alter von 12 – 77 Jahren wurden allein am 11. Juli 1995 ermordet. Es war eines der schrecklichen Höhepunkte des Krieges, bei dem vor den Augen der Weltöffentlichkeit mitten in Europa ein Genozid an den bosnischen Muslimen verübt wurde.


Berlin, 11. Juli 2020 / 20. Dhul-Q'ada 1441


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