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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.


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Sonntag, 16.09.2001

Aufruf an die Bundesregierung



Die furchtbaren Terroranschläge in New York haben uns Muslime zutiefst erschüttert. Wir sind uns bewusst, dass die Welt von jetzt ab eine andere sein wird. Viele in unserem Land – und besonders die Muslime - fürchten eine Eskalation der jetzigen Situation hin zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung und zu einer verschärften Gangart gegenüber Migranten und Muslimen in Deutschland.

Bei den Muslimen geht die Furcht um die eigene Existenz um. Nach dem zu erwartenden Abflauen der Mord- und Bombendrohungen und der Hetze gegen den Islam und die Muslime befürchten die meisten von uns, dass sich das gesellschaftliche Klima in unserem Lande drastisch zu ihren Ungunsten verändern wird. Die deutschen Muslime fürchten, zu Parias der Gesellschaft zu werden. Damit wären unsere langjährigen Bemühungen um Integration und konstruktiven Dialog durch einige wenige internationale Terroristen auf einen Schlag zunichte gemacht.

Wir warnen vor der Frontenbildung und Teilung der Welt und der deutschen Gesellschaft, weil dies nur den Terroristen in die Hände spielt. Sie würden sich in ihrem Tun nur noch bestärkt fühlen. Es darf keinen „clash of civilisation“ geben!

Durch die große Anzahl von Solidaritätsadressen aus der gesamten Bevölkerung und durch die freundlichen Bekundungen unserer Dialogpartner bei den Religionsgemeinschaften und Parteien fühlen wir uns ermutigt, an die Bundesregierung zu appellieren:

- Alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit sich kein Graben zwischen der gesellschaftlichen Gruppe der Muslime und der deutschen Gesellschaft auftut.

- Wir bitten darum, den sich gegenwärtig verstärkenden Argwohn, der das gesellschaftliche Klima vergiften wird, zu dämpfen, indem die Bundesregierung in dieser Hinsicht deutliche Zeichen setzt und keinen Druck auf die Muslime in Deutschland aufkommen lässt.

- Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit der Hetze gegen den Islam und die Muslime, die schon vor der jetzige Krise bedrohliche Ausmaße bis hin zu Brandanschlägen gegen Moscheen und islamische Einrichtungen eingenommen hatte, Einhalt geboten wird.

- Wir bitten die Bundesregierung, gemeinsam mit den islamischen Organisationen vertrauensbildende Maßnahmen zu planen und schleunigst durchzuführen.

Die Bundesregierung kann versichert sein, dass sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), der sich dem Friedensgebot des Islam besonders verpflichtet fühlt, und die Muslime in Deutschland die Bemühungen der Bundesregierung um den Erhalt des Sozialfriedens und ihren Einsatz für eine gerechte Weltordnung mit all ihren Kräften unterstützen werden.

Dr. Nadeem Elyas, ZMD-Vorsitzender

16.09.2001






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