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Samstag, 20.11.2010

20.11.10 Schutz von Moscheen anstatt vage Terrorwarnungen instrumentalisieren



Zentralratsvorsitzender Aiman Mazyek forderte einen besseren Schutz islamischer Gotteshäuser: «Es vergeht keine Woche, ohne dass ein Übergriff auf eine Moschee oder einen muslimischen Bürger stattfindet. Die gegenwärtige Terrorhysterie verschärft dieses Klima und führt zur Entsolidarisierung gegenüber Muslimen und stärkt die Menschen, die Anschläge und Übergriffe auf sie planen.», sager der in einem dpa-Interview. Auf die Sehitlik-Moschee, die größte Berlins, seien innerhalb eines halben Jahres vier Anschläge verübt worden, zuletzt am Freitag.

Mazyek kritisierte in dem Zusammenhang auch die Wortwahl des Berliner Innensenators Ehrhart Körting. Der SPD-Politiker hatte in einem Interview erklärt, Berliner sollten seltsam aussehende oder arabisch sprechende Nachbarn den Behörden melden. «Muslime haben Angst im eigenen Land. Und das weiß der Innensenator nur zu genau. Er möge sich verstärkt um den Schutz muslimischer Gotteshäuser kümmern und bitte weniger solche unüberlegten Sätze in die Welt setzen.»

Weiter sagte Mazyek in einem am heutigen Tag (Samstag) veröffentlichten dpa-Interview, dass der Zentralrat erneut einen Generalverdacht gegen Menschen islamischen Glaubens befürchtet. «Seit Jahren hören wir vage Terrorwarnungen, die Furcht und Angst verbreiten». «Die Muslime haben doppelt Angst: Weil sie selbst Opfer eines Anschlags werden können - und weil so ein Generalverdacht entsteht.»

Mazyek kritisierte weiter: «Terroristen werden durch kluge Fahndungstaktik gefasst und nicht durch emotional aufgeladene Terrorwarnungen und Instrumentalisierungen von Bombenattrappen.»




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