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Montag, 22.06.2009

22.06.09 "Deutschland ist auch ein Teil des Islam" - Gastkommentar von Aiman A. Mazyek in der Braunschweiger Zeitung



Aus: Braunschweiger Zeitung vom 22.06.09:

Der Satz des Innenministers Wolfgang Schäuble "Islam ist Teil Deutschlands" klingt selbstverständlich, und doch war er für viele in unserem Land befremdlich und neu. Zum ersten Mal spricht der Staat nicht über, sondern mit den Muslimen. Dementsprechend war die Erwartungshaltung in die Deutsche Islamkonferenz (DIK), die diese Woche mit dem Abschlussplenum ihren vorläufigen Höhepunkt erlebt, oft zu hoch angesetzt.

Die Muslime werden ihrerseits die Augen vor der Realität nicht verschließen, denn: "Deutschland ist auch ein Teil des Islam" geworden. Dieser Satz wird noch einige Zeit brauchen, bis er in allen Teilen der muslimischen Community mit Leben gefüllt wird. Beim Bau einer Moschee oder der Frage des Islamischen Religionsunterrichtes werden diese Dinge dann konkret.

Die Muslime in ihrem Glauben, die Islamkonferenz sei so etwas wie der Beginn eines Staatsvertrages, nahmen an, dass sie "Verhandlungspapiere" zu unterschreiben haben. Eine Fehleinschätzung, wie sich später herausstellte, denn verhandelt wurde in dem Sinne ja nicht, sondern lediglich kontrovers diskutiert.

Der Staat sah die Chance, endlich die Fragen zu stellen, die er immer schon stellen wollte, auf dem Rücken der Islamkonferenz wohlgemerkt: Wie viel Religion verträgt unsere Gesellschaft? Welche Werte halten unsere bundesrepublikanische Gemeinschaft zusammen?

Bisweilen hatte man auch den Eindruck, dass da eine neue Wertedebatte entbrannte, eine die gleichsam eines Kulturkampfes den längst vergessenen deutschen Konfessionsstreit ersetzte. Muslime sind in die Islamkonferenz gegangen, um endlich die langersehnte Gleichbehandlung und Anerkennung zu erfahren, so wie es den Christen und Juden in diesem Land zuteil wird. Von dieser faktischen und rechtlichen Gleichstellung sind wir noch entfernt, der "gefühlten Anerkennung" und damit auch der Integration der Muslime sind wir dennoch ein gutes Stück näher gekommen durch die DIK.

Die Integration des Islam in das deutsche Staatswesen als Ziel der vier im Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland verbundenen Religionsgemeinschaften ist der entscheidende nächste Schritt.

Dieser Schritt kann nach unserer Verfassung nur auf der Länderebene stattfinden. Die Bundesebene hat dazu einen wichtigen Impuls geschaffen und auch Bausteine zusammen mit den Muslimen zurechtgelegt. Es bleibt nun den Ländern überlassen, Spaten und Mörtel zu nehmen und den begonnen Dialog im Sinne des deutschen Staatsreligionsrechtes in ein "Haus für Muslime" zu verwandeln.



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