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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.

Donnerstag, 14.03.2024


14.03.2024 ZMD zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus mit religionsübergreifenden Zeichen, seiner vielfachen Beteiligung an den Veranstaltungen und Erklärung zu "Menschenrechte für alle" mit neun weiteren Religionsgmeisnchaften



Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus kommen über 250.000 Menschen in mehr als 4.000 Veranstaltungen zusammen. Viele Moscheen und Mitglieder des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) engagieren sich in diesen Wochen bei Veranstaltungen. Eine davon findet diesen Sonntag in der St. Katharinen-Kirche in Frankfurt statt, wo ZMD-Generalsekretär Abdassamad El Yazidi gemeinsam mit Daniel Neumann, Vorsitzender der jüdischen Gemeinden in Hessen, vor und im Gottesdienst Ansprachen halten wird. „In einer Zeit, in der Demokratie und Gesellschaft in unserem Land von Rassisten angegriffen werden, müssen wir als Vertreter deutscher Religionsgemeinschaften Schulter an Schulter jeglicher Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegentreten. Dies bringen wir hier gemeinsam in der Sankt Katharinenkirche zum Ausdruck“, erklärt El Yazidi.

Anlässlich der UN-Wochen gegen Rassismus haben neun Religionsgemeinschaften (s.u.), darunter der ZMD mit seinem Vorsitzenden Aiman Mazyek, eine gemeinsame Erklärung (Sperrfrist 10.00 Uhr 15.03.2024) abgegeben, die von der Stiftung gegen Rassismus und dem Abrahamischen Forum in Deutschland begleitet wurde:„Als Religionsgemeinschaften solidarisieren wir uns mit den Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto "Menschenrechte für alle". Jede Form von Rassismus, ob in Form von Gewalt, Benachteiligung, Ausgrenzung oder Entwürdigung, ist mit den Grundwerten von Religionen und Spiritualität nicht vereinbar. Wir bitten darum, Gruppen und Parteien nicht zu unterstützen, die Hass und Hetze verbreiten. Rechtsextreme Parteien sind für religiös geprägte Menschen nicht wählbar. Wer menschenverachtende, entwürdigende, fanatische und rechtsextreme Parolen verbreitet - dazu gehören rassistische ebenso wie antisemitische und antimuslimische Aussagen - darf keine ehrenamtlichen oder hauptamtlichen Funktionen in Religionsgemeinschaften haben.“

Nils Clausen, Vorsitzender der Deutschen Buddhistischen Union (DBU), Ihsan Dilber, Vorsitzender des Landesverbandes der Alevitischen Gemeinden in Hessen, Dr. Andreas Herrmann, Oberkirchenrat im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Jascha Noltenius, Beauftragter des Nationalen Geistigen Rates der Bahá´í in Deutschland, Dr. Irfan Ortac, Vorsitzender des Zentralrates der Eziden in Deutschland, Khushwant Singh, Rat der Sikhi, Haladhara Thaler, langjähriger Vorsitzender der Hindu-Gemeinde Berlin, Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD).

Berlin, 14.03.24 // 4. Ramadan 1445