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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.

Donnerstag, 03.09.2020


02.09.2020 ZMD begrüßt Berufung des Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit durch den Bundesinnenminister



Ein unabhängiges Expertengremium aus Wissenschaft und Praxis soll im Auftrag des Bundesinnenministeriums die Muslimfeindlichkeit in Deutschland erforschen sowie Vorschläge zur Prävention und Bekämpfung erarbeiten. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) berief dazu am Dienstag zwölf Mitglieder für den "Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit (UEM)". Sie sollen "aktuelle und sich wandelnde Erscheinungsformen von Muslimfeindlichkeit analysieren und auf Schnittmengen mit antisemitischen Haltungen sowie anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit hin untersuchen", hieß es.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland begrüßt Berufung des Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit des Bundesinnenministeriums durch den Bundesminister des Inneren, Horst Seehofer, und kommentiert dies durch seinen Vorsitzenden Aiman Mazyek wie folgt:„Ein wichtiger und notwendiger Schritt. Der Minister hat Wort gehalten, wie er das nach unserem Gespräch unter dem Eindruck des Anschlages von Hanau zusagte. Jetzt müsste noch der Bundestsag über eine Entschließung diese Kommission begleiten und beobachten, um deren wissenschaftliche Ergebnisse permanent für die Abgeordneten aufzubereiten. Ich wünsche nun den Kommissionsmitgliedern alles Gute und erfolgreiches Arbeiten. Die Auswahl der Wissenschaftler, bis vielleicht auf eine oder zwei Personen, trifft auf unsere volle Zustimmung. Zukünftig sollte bei der Auswahl noch mehr der Blickwinkel aus der Praxis der islamischen Gemeinden Berücksichtigung finden“




Berlin, 04.09.20 - 14. Muharram 1442