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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.

Donnerstag, 08.03.2018


08.03.2018 ZMD zum Weltfrauentag und den Kopftuchverboten - Wir sind ein freies Land und das sollte auch so bleiben



Zum Internationalen Frauentag ist es ein schier falsches Zeichen, einer deutschen muslimischen Bürgerin, die mit Bestzeugnis sich anschickt, eine juristische Karriere in Augsburg zu machen, das Kopftuch im Gerichtssaal zu verwehren.                 

Dazu sagte heute die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) Nurhan Soykan in Köln: "So wird ein normales Glaubensmerkmal unter Vorwand der Neutralitätsachtung erst zum Politikum und zur Voreingenommenheit gemacht, das Selbstbestimmungsrecht der muslimischen Frau mit Füssen getreten, die Einschränkung ihrer Berufswahl einfach so hingenommen und zudem unsere im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit eingeschränkt". 

Es ist zu befürchten, dass nun in zähen langjährigen Prozessen eines Tages dieses Urteil aufgehoben wird, aber wieder zu Lasten der vielen muslimischen Frauen. Deshalb appelliert der ZMD insbesondere auch in Richtung NRW, wo das Kabinett ein Gesetzesvorhaben ähnlicher Art plant, dort nicht erneut auf den Rücken der muslimischen Frau unsägliche Kopftuchverbote zu fabrizieren. „Wir brauchen in Deutschland der Vielfalt im Jahre 2018 weder Kopftuchverbotszwänge noch einen Zwang das Kopftuch zu tragen. Wir sind ein freies Land und das sollte auch so bleiben" sagte Soykan abschließend zum Internationale Weltfrauentag.

Köln/Berlin, 08.03.2018