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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.


(Foto: privat)

Lebenslauf Ernes Erko Kalač

( geb. 28. Juni 1964 in Rozaje, Montenegro) ist ein Dipl. Sporttrainer Karateka, Kickboxer-und Sportfunktionär. Von 1970 bis 1979 besuchte er die Schule „Mustafa Pecanin“ (Grundschule) in Rozaje (Montenegro), von 1980 bis 1984 besuchte er dann das Gymnasium „30. Septembar“ in Rozaje (Montenegro) und machte dort sein Abitur. Hier absolvierte er außerdem eine Ausbildung als „Wissenschaftlicher Helfer in Mathematik“. Im Jahr 1984 begann er sein Studium als Diplom Maschinenbau-Ingenieur an der Technischen Universität in Novi Sad/Serbien, die er im Jahr 1989 erfolgreich abschloss. Gleichzeitig studierte er vam Institut für Sport und Körperkultur, ebenfalls in Novi Sad, den Beruf des Diplom-Karate-Sportlehrers, das Studium schloss er 1989 ebenfalls mit Erfolg ab. Kalač war Referent bei der World Karate Federation (WKF) für Menschen mit Behinderung, Ansprechpartner für das paralympische Komitee und Karatereferent für Menschen mit Behinderung des deutschen Karateverbandes DKV


Trainerlaufbahn

Ernes Erko Kalač (5. DAN Karate) fing mit 10 Jahren an Kampfsport zu betreiben. 1988 gründete er in seiner Heimatstadt Rozaje den Karateclub „IBAR“ Rozaje Montenegro und war dort als Trainer tätig. 1998 flüchtete Kalač vor den Kriegshandlungen nach Deutschland und arbeitete als Kickbox- und Karatetrainer beim Killer Sports Club in Groß-Zimmern. Von 1999 bis 2002 war er Karatetrainer in Maintal, und Karatetrainer im Budokan Offenbach. Die B-Trainerlizenz für den deutschen Karateverband und die A-Trainerlizenz im Karateverband Montenegro führt Ernes Erko Kalac seit 2002. Zudem ist er Diplom-Sportlehrer. Von 2002 bis 2006 war er Nationaltrainer im Kumite-Karate für Serbien und Montenegro.


Sportliche Erfolge

Wettkampf:
Trainer:
Auszeichnungen:

Integrationsarbeit

Im Jahre 2002 gründete Ernes Erno Kalač den integrativen Gesundheits- und Kampfsportverein Lotus Eppertshausen/Rödermark. Sowohl Behinderte als auch Flüchtlinge haben die Möglichkeit, in dem Verein Kampfsport zu lernen. Dabei wird z.B. auch weitgehend mittellosen Flüchtlingskindern kostenlos eine Sportausrüstung gestellt und eine Vollmitgliedschaft ermöglicht. Der Verein bzw. Kalac, der seit 2003 1.Vorsitzender ist, wurden für diese vorbildliche Arbeit mehrfach mit dem Stern des Sports, mit dem hessischen Integrationspreis 2006 und dem Heinz-Lindner Preis 2007 ausgezeichnet. Aufgrund seiner Biographie ist das Thema " Integration durch Sport " zentral für die Arbeit von Ernes Erko Kalač: Als " politischer Kriegsflüchtling aus dem ehemaligen Jugoslawien war und ist es bis heute mein Ziel, mich in Deutschland, dem Land, das mir Zuflucht gewährt hat, zu integrieren. Da ich durch eigenes Erleben die Schwierigkeiten dieses Prozesses kennen gelernt habe, ist es nun mein Ziel, jungen Menschen zu helfen, diesen Prozess zu verkürzen und sich in diesem Land heimisch zu fühlen. Integration heißt für mich, die Kultur des Landes zu kennen, die Regeln und Gesetze auf allen Ebenen zu akzeptieren und sich allgemein, an das soziale und kulturelle Leben anzupassen. Integration bezieht sich für mich aber nicht nur auf die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch auf die Einheimischen aus sozial belasteten Verhältnissen. Da ich aus meiner Anfangszeit in Deutschland weiß, wie schwer es ist, sich eine gesicherte Existenz aufzubauen, ist es ein zentrales Ziel meiner Tätigkeit, Jugendliche aus sozial schwachen Verhältnissen besonders zu fördern".