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Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.


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Donnerstag, 01.10.2009

KRM eröffnet den Tag der offenen Moschee 2009

Zeitgleicher Sprecherwechsel: Jetzt Bekir Alboga

Zum dreizehntel Mal findet der Tag der offenen Moschee nun statt- jedes Jahr am 3. Oktober. Organisiert wird dieser Tag seit drei Jahren vom Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland. Auf der Auftaktveranstaltung zum Tag der offenen Moschee 2009, die in der vor kurzem eröffneten Duisburger Merkez Moschee & Bildungs - Begegnungsstätte stattfand, wurde auch der Sprecherwechsel vollzogen. An der Veranstaltung nahmen unter anderem der Islamratsvorsitzende Ali Kizilkaya, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime Ayyub Axel Köhler, der Dialogbeauftragte der DITIB, Bekir Alboga sowie der Dialogbeauftragte der VIKZ, Erol Pürlü, teil.


Bei der Auftaktveranstaltung wurden auch das Plakat und die Broschüre des diesjährigen Tages der offenen Moschee vorgestellt. Nurhan Soykan, Pressesprecherin des ZMD und Mitglied der „AG TOM“ des KRM, sagte, man wolle verdeutlichen, dass die historische Präsenz von Muslimen eine Selbstverständlichkeit sei und auf das Potenzial der Moscheen hinweisen.

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet: „Moscheen – Ein fester Teil der Gesellschaft - 60 Jahre Bundesrepublik und seine Muslime“. Damit soll einerseits auf die Vergangenheit der muslimischen Präsenz in Deutschland und andererseits auf das Potenzial der Moscheen hingewiesen werden. Denn Moscheen seien eines der deutlichsten Merkmale muslimischer Präsenz in Deutschland. Sie sind Zeichen der Identifikation und Verwurzelung der Muslime mit dem Land, in dem sie leben. Zudem seien Moscheen schon immer Ausgangspunkt gesellschaftlichen Engagements gewesen. So hätten sie nicht nur die umfassende Religionsausübung gewährleistet, sondern seien auch immer Orte der Begegnung, Bildung und des Austausches gewesen. Hier stecke auch das Potenzial einer jeden Moscheegemeinde in Deutschland. Damit Moscheen ihr Potenzial entfalten können, müssten sie jedoch als Bereicherung wahrgenommen, respektiert und gefördert werden.

Anschießend wurde der Sprecherwechsel vollzogen. Ayyub Axel Köhler, der das Amt des Sprechers zum zweiten Mal übernommen hatte, wurde von Bekir Alboga abgelöst. In seiner Rede bedankte sich Köhler für die gute Zusammenarbeit. Rückblickend auf seine Amtszeit als KRM-Sprecher sagte der Zentralratsvorsitzende in Bezug auf die Deutsche Islam Konferenz (DIK), dass dies eine Bewährungsprobe für den KRM gewesen sei. Nun komme es darauf an, den KRM noch weiter zu festigen. Hierbei wünschte er seinem Nachfolger viel Erfolg.

Der neue KRM-Sprecher, ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Funktion, sah es als große Verantwortung, diese Position erneut zu bekleiden. Nach dem Nationalen Integrationsgipfel und der DIK habe laut Alboga eine neue Phase des Dialogs mit den Muslimen begonnen. Wie sich diese Phase entwickeln werde, hänge von der neuen Regierung ab. Der Slogan „Ein fester Teil der Gesellschaft“ sei keine einfache Floskel, sondern Ausdruck des Selbstverständnisses der Muslime, von denen es laut den neuesten Studien 4,5 Millionen gebe. Alboga machte auch darauf aufmerksam, dass man immer noch auf eine Reaktion vonseiten der EKD zur KRM-Stellungnahme warte, die diese zur EKD-Handreichung „Klarheit und gute Nachbarschaft“ herausgegeben hatte. In Hinsicht auf eine eventuelle Fortführung der DIK wies Bekir Alboga darauf hin, dass man bei der Wahl der Teilnehmer sensibler vorgehen müsse, um die Gespräche in konstruktive Ergebnisse münden zu lassen. Der KRM ruft alle Interessierten dazu auf, das Angebot der Moscheen am 3. Oktober wahrzunehmen und die zahlreichen Möglichkeit zum persönlichen Gespräch zu nutzen. (am)